24. März 2017
Sa
Stadtspaziergang Wichlinghausen // Bewegungsraum
15:00 h
0 €

Was nimmst du wahr, wenn du durch die Straßen deiner Stadt gehst? Wir möchten den Stadtraum aus einer neuen Perspektive erfahren.

Was nimmst du wahr, wenn du durch die Straßen deiner Stadt gehst? Wir möchten den Stadtraum aus einer neuen Perspektive erfahren.

Nach einem kurzen Aufwärmtraining gehen wir durch Wichlinghausen, mal ganz langsam, mal schneller, mit unterschiedlichen Aufgaben, die unsere Wahrnehmung beeinflussen. Anschließend erzählen wir von unseren Erlebnissen.  

Leitung     Mark Sieczkarek

Treffpunkt: Kunst-Kiosk, Wichlinghauserstraße 29a 

Mach mit! Anmeldung lebeliebedeinestadt@dieboerse-wtal.de 0202 243 2212 oder im ARCHIV ZweiNullZwei  

Mehr Infos lebeliebedeinestadt.de facebook.com/lebeliebedeinestadt.de

 

Freier Eintritt

So
Trio Macchiato
Konzert
20:00 h
18 €

Von Paris nach Konstantinopel: Der Orient Express
Als Georges Nagelmacker am 5. Juni 1883 in Paris seinen ersten Luxuspersonenzug ins rumänische Giurgiu schickt, ahnt er nicht, dass er damit einen Mythos kreiert. Als Orient Express verbindet sein Zug ab 1889 einmal pro Woche Paris und Konstantinopel, durchstreift in 67½ Stunden fast ganz Europa. Er verbindet nicht nur Orient und Okzident, sondern verknüpft auch dazwischen liegende Metropolen wie Wien, Budapest, Mailand, Belgrad oder Bukarest zu einer Perlenschnur der Kultur.
Das Trio Macchiato, 2007 mit einer einfallsreichen Hommage an die Kaffeehäuser des Mittelmeeres bekannt geworden und für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert, besteigt mit seiner zweiten CD den Orient Express. Man fährt mit Musette und Tango durch Frankreich, überquert mit Alphorn, Jodeldihö und einer waghalsigen Version des Italo Klassikers „Due soldi“ die Alpen, wird vom melancholischen „Wiener Leid/ Lied“ gerührt und von James Bonds „Liebesgrüßen aus Moskau“ geschüttelt, durchstreift mit Roma, Juden und Thrakern den Balkan bevor man schließlich mit dem alten Schlager „Istanbul“ und der„Roten von Stambul“ in Konstantinopel anlangt.
Zahlreiche Geschichten ranken sich um den Orient Express: 1929 wird er für fünf
Tage eingeschneit, 1931 von ungarischen Terroristen angegriffen, 1950 darin ein US Militärattaché von rumänischen Agenten überfallen, Vorbild für den James Bond Film „Liebesgrüße aus Moskau“, die Romanciers Agatha Christie („Mord im Orient Express“) und Graham Greene („Stambul Express“). Diese und andere Ereignisse im und um den Zug herum lässt das Trio Macchiato auf einer berührenden musikalischen Reise in raffinierten Arrangements lebendig werden.
Das Trio mit dem heißen Herzen mit Sitz im kühlen Hamburg versteht es das
Komplizierte einfach und das Einfache gehaltvoll zu machen. Die Herkunft der
Bandmitglieder und ihre vielfältigen musikalischen Interessen (Klassik, Jazz, Tango, canzone, arabische, Film und Zigeunermusik u.a.m.) garantieren einen aufregenden Mix, ganz dem Bandnamen (it.: aufgeschäumt, bunt gesprenkelt) verpflichtet, ein Funken sprühendes Vergnügen für Herz und Hirn.
2006 entsteht anlässlich zweier Auftritte auf einer Kreuzfahrt von Istanbul nach
Cannes ein eigenes Konzertprogramm ausschließlich über den Mittelmeerraum.
2007 erscheint das Debütalbum Café Méditerraneo bei Herzog Records. Auf Tourneen mit Auftritten in u.a. Berlin, Prag, Frankfurt und Köln und einer Filmmusik (Von der Antike zur Moderne… in einem Atemzug: Paula Modersohn Becker) folgen Einladungen zum Beethoven und zum Rheingaufest, zum Festival Mitte Europas, MDR Musiksommer, Musikfestival Syke, Kulturaustausch Prag u.a.m.


JANA MISHENINA
(Violine, Gesang, Gitarre, Mandoline):
Die Tatarin studierte an der Gnessin Akademie ihrer Geburtsstadt Moskau sowie an der Sweelinck Musikhochschule Amsterdam. Danach arbeitete sie u.a. mit der
Deutschen Kammerphilharmonie, dem Concerto Grosso Frankfurt oder der
Philharmonie der Nationen. Mit u.a. dem georgischen Komponisten David Malazonia verfolgt sie seither einen persönlichen Weg zwischen Zigeunerfolklore, italienischen canzone, Tango argentino und slawischen Einflüssen. Gegenwärtig ist sie in verschiedenen Produktionen am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und am Stadttheater Lübeck zu hören.

JAKOB NEUBAUER
(Akkordeon, Bandoneon, Vibrandoneon, Concertina, Perkussion, back vocals):
Der Gewinner des Großen Russischen Akkordeonwettbewerbes von 1978 studierte an der Musikhochschule in St. Petersburg. Nach seiner Übersiedlung in den Westen 1989 spielte er an verschiedenen Theatern in London, Paris und Berlin, bevor er 1991 in Hamburg ansässig wurde und seither am Schauspielhaus, an der Staatsoper, im Philharmonischen Staatsorchester, NDR Sinfonieorchester u.a. tätig ist.

HENRY ALTMANN
(Bass, Melodica, Susaphon, Glockenspiel, Perkussion, back vocals):
Der Nachfahr frz. Zigeuner studierte in Hamburg und New York, lebte in Paris und Dresden. Neben Film und Theatermusiken (u.a. Staatstheater TJG Dresden und Festspielhaus Hellerau), Kompositionen für die NDR Bigband, ein Streichquintett arbeitete er u.a. mit George Gruntz, Herman & Tietjen (musikal. Ltg.), Peter Brötzmann, Pascal von Wroblewsky oder Ladi Geisler. »Alphabet City« erhielt 1997 einen sächsischen Förderpreis, »Schubert Echo« 1998 den TrudeUnruhPreis, von seiner La KaffeehausAvantgarde erschien 2009 bei RentaDog »Amuse Keule: ZwiefacherVariationen«.

AK 18 € / VVK 15 €

Mo
Tango
18:00 h

TANGO ARGENTINO - Mehr als ein wundervoll inspirierender Tanz aus dem Hafenviertel von Buenos Aires.

Ina und Axel unterrichten ganzjährig Tango Argentino in Kursen und Workshops und legen bei dem phantasievollen Tanz besonderen
Wert auf sanfte Führungstechniken und eine aktive Rolle des Geführten.

Die Tango Kurse finden immer Montags in der börse statt.

 

 

 

Anfänger:18:00 - 19:00 Uhr

 

 

 

Mittelstufe: 19:00 - 20:00 Uhr

 

 

 

Fortgeschrittene und Mittelstufe: 20:00 - 21:00 Uhr

 

 

 

Fortgeschrittene: 21:00 - 22:00 Uhr

Di
Salsa
18:00 h

Jeden Dienstag Salsakurs mit Francesco:

18:30 Uhr Anfänger

19:30 Uhr Mittelstufe

20:30 Uhr Fortgeschrittene

 

Einstieg jederzeit möglich,  Anmeldung auch ohne Tanzpartner/in über:

info@salsaplanet.de

salsaplanet.de

Sa
Messer
Konzert
20:00 h
16 €

Die Gruppe Messer hatte sich zurückgezogen, trat in den letzten zwei Jahren nur vereinzelt auf, meist nicht im klassischen Rockkorsett: Die Vertonung der Tagebücher Romy Schneiders oder etwa eine Performance zu Boris Vian war auch ein Versuch, sich für neue Perspektiven zu öffnen. Still war es bei Messer also nicht, und während der intensiven Arbeit am dritten Album der Band tat sich hinter den Vorhängen so manches: Gitarrist Palle Schaumburg verließ die Gruppe, Manuel Chittkas Percussion wuchs als fester Bestandteil in die Band und verschmolz mit dem Schlagzeug Philipp Wulfs, Bassist Pogo McCartney wandte sich vermehrt der Orgel zu – und Milek stieß als neuer Gitarrist dazu. Der Multi-Instrumentalist fand schnell seinen Platz und bereichert ein Songwriting, das den Gedanken an ein musikalisches Genre endgültig hinter sich gelassen hat. In neuer Konstellation also nahm die Gruppe das Nachfolgealbum zu DIE UNSICHTBAREN auf, JALOUSIE wird im Spätsommer auf dem Hamburger Label Trocadero veröffentlichen.

Als erstes Lebenszeichen veröffentlicht die Band jetzt die EP KACHELBAD: Das Cover zeigt eine zerstörte Jalousie im Negativ, die auffordert, durch die Lamellen zu blicken. Was ist dort zu sehen?

Das titelgebende Stück »Kachelbad (Prolog)« entstand am Ende der Aufnahmen zum Album und versammelt textlich die Motivwelt, in der sich Messer bewegen. Es heißt: Sag Jalousie und sag noch was dahinterliegt. Wo ist das Ende? Ich kann es nicht mehr sehen. Messer arbeiten hier mit ihrem Gast Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten) zusammen, ergeben sich erneut dem Experiment einer strukturlosen Musik.

Dem Prolog folgt die Single »Der Mann, der zweimal lebte«, das erste Stück, das Messer nach den intensiven Touren zum letzten Album schrieben. Der Song zeigt Hendrik Otremba als Texter im Versuch, sich neuen Perspektiven zu widmen – etwa, ein Liebeslied im Sinne Messers zu schreiben. Die Single beschreibt Übergänge, wie auch Messer sie erlebt haben – im Gegensatz zum Prolog mit einer klaren Struktur, wenn auch das Schema Strophe/Refrain durchbrochen wird. Als Gast an der Trompete haben Messer Micha Acher (The Notwist) eingeladen.

Dann das programmatische »Detektive«. Der Text ist eine Erfindung, zeigt sich im Tauchgang in eine fiktive Welt, ruft eine Ästhetik zwischen Expressionismus und amerikanischem Hardboiled auf. Spätestens hier wird auch deutlich, welche Bedeutung die Percussion und die neue Gitarre für Messer darstellen.

Auf der B-Seite warten drei Remixe von »Detektive« auf: Milek alias Thomas Moebius steuert einen Remix zwischen Fabric und Hacienda bei, die Britin Nik Void – ihres Zeichens eine Hälfte der post-industriellen Elektroniker Factory Floor und im Trio mit Chris & Cosey als Carter Tutti Void fest in der musikalischen Avantgarde verankert – unternimmt ein technoides Cut Up im Sinne Burroughs, der in Enschede lebende Künstler Elias Lichtblick alias She Has a Cold, Cold Heart stellt Hendrik Otrembas Detektive-Text als Gedicht aus, zeigt so auf, welche Interpretationen ihres Werks die Offenheit der Gruppe Messer zulässt.

KACHELBAD ist so mehr als nur eine Extended Single: Um die erste Albumauskopplung »Der Mann, der zweimal lebte« baut sich die Gegenwart einer Band auf, die nach einer Zäsur zu neuen Gefühlen, neuen Rhythmen, neuen Motiven und neuen Fragen gefunden hat.

Messer sind Hendrik, Pogo, Philipp, Manuel und Milek.

AK 16 € / VVK 13 €