Auch mehr als zehn Jahre nach dem Finanz-Crash von 2008 sind die Finanzmärkte eine tickende Zeitbombe.
Anstelle einer grundlegenden Neuordnung der Weltwirtschaft als Antwort auf die Finanzkrise folgte mit der sogenannten 'Sparpolitik' und der Eurozonenkrise eine Verschärfung neoliberaler Politik und eine autoritäre Transformation politischer Systeme.
In den letzten zehn Jahren hat nur das sehr aktive Handeln der Zentralbanken eine weitere akute Krisendynamik verhindert. Dies ging allerdings mit einer massiver Umverteilung von den unteren Bevölkerungsschichten hin zu den Reichen und Superreichen einher. Und nicht zuletzt mit der Enstehung neuer enormer Kreditblasen und damit Instabilität. Was bedeutet in dabei der Boom der Schattenbanken? Vor welchen Problemen stehen die Schwellenländer? Welche Risiken bergen die Kreditblasen? Und was bedeutet dies im Kontext einer sich verschärfenden Klimakrise?
Referent Alexis J. Passadakis ist Politikwissenschaftler (M.A. Global Political Economy/Sussex) und bei Attac aktiv. Dort beschäftigt er sich mit der Eurozonen-Krise, Fragen der Weltwirtschaft und der Klimakrise.